Beiträge getagged mit Michael Hauskeller

Zwischen Leben und Tod – Prof. Michael Hauskeller

Wie die zum Teil heftig diskutierte Frage, wann das menschliche Leben beginnt – ob bereits mit der Zeugung oder erst zu einem späteren Zeitpunkt – ihre Relevanz aus den wirklichen oder vermeintlichen praktischen Konsequenzen ihrer Beantwortung bezieht, so ist auch die Frage, wann das menschliche Leben endet, weit davon entfernt, eine bloße akademische Streitfrage zu sein. Vielmehr wird es jemandem, der diese Frage stellt, meist darum gehen zu erfahren, wann es angemessen ist, einen Menschen als Toten zu behandeln. Die Frage ist also von ihrer praktischen Bedeutung her zu verstehen. Aus diesem Grund ist es auch in der Regel nicht damit getan, mit einer allgemeinen Definition des menschlichen Todes zu antworten. So könnte etwa jemand erklären, ein Mensch sei tot, wenn seine Seele seinen Körper verlassen habe oder wenn er für immer und unwiderruflich sein Bewusstsein oder seine Empfindungsfähigkeit verloren habe. Mit einer solchen Antwort wäre aber dem Fragenden wenig geholfen, wenn er in Wirklichkeit wissen will, ob ein bestimmter Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt tot ist oder nicht. Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es offensichtlich mehr als nur einer Definition, nämlich eines Kriteriums, mittels dessen sich überprüfen lässt, ob die jeweilige Bestimmung in einem konkret vorliegenden Fall auch erfüllt ist.

Das heißt, es würde nicht ausreichen, nur über das allgemeine Wissen zu verfügen, dass ein Mensch tot ist, wenn er nie mehr etwas empfinden wird. Benötigt wird vielmehr auch ein sicheres Anzeichen dafür, dass dieser Mensch hier tatsächlich nichts mehr empfindet und auch nie mehr etwas empfinden wird. Zum Rest des Beitrags »

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Philosophische HinterGedanken

“I prefer not to”: Tötungsverbot und Personbegriff in der Ethik Peter Singers - von Michael Hauskeller (Darmstadt)

“Interesse ist Interesse, wessen Interesse es auch immer sein mag”, so lautet der oberste Grundsatz von Mr. Singers Ethik.(1) Er besagt, daß ein fremdes Interesse ebenso viel Berücksichtigung verdiene wie das eigene. Voraussetzung allen Interesses, so Mr. Singer, sei die Fähigkeit, Leid (und Freude) zu empfinden, und nur ein Wesen, das diese Fähigkeit besitze, könne deshalb als Gegenstand moralischer Rücksichtsnahme in Betracht genommen werden. Aus dem Prinzip der gleichen Interessenerwägung folge, daß, wo immer Leiden möglich sei, dieses Leidenkönnen nicht außer acht gelassen werden dürfe, da die Vermeidung von Schmerz und Leid als Interesse eines jeden fühlenden, das heißt eben leidensfähigen, Lebewesens anzunehmen sei. Darum sei es im allgemeinen, wenn nämlich keine gewichtigeren Interessen dafür sprächen, falsch, einem empfindenden Wesen Schmerz zuzufügen. Wie nun aber, wenn wir es töteten, ohne daß es dabei leiden müßte? Wäre das tatsächliche Leiden eines Wesens die einzige Grenze unseres Handelns, die wir zu achten hätten, gäbe es, vorausgesetzt, kein dritter würde darunter leiden, nichts, das uns verbieten würde, dieses Wesen schmerzlos zu töten. Zum Rest des Beitrags »

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